CBD bei Alzheimer

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Bei Alzheimer handelt es sich um mit die häufigste Form von Demenz – eine unheilbare Störung des Gehirns durch das Absterben der Nervenzellen. Vergesslichkeit, Zerstreutheit, Aggressivität und generelle Persönlichkeitsveränderungen können erste Indizien für die schleichend auftretende Erkrankung sein. Die Krankheit tritt mit zunehmendem Alter auf und lässt sich nicht stoppen – weshalb CBD als Hilfsmittel zur Linderung der Beschwerden für mehr Lebensqualität immer mehr in den Vordergrund tritt. Wir gehen nachfolgend genauer darauf ein, welche Vorteile CBD zu Alzheimer bieten könnte – und was es bei der möglichen Anwendung zu beachten gilt.

Was ist Alzheimer eigentlich?

Die Krankheit Alzheimer wurde nach dem Deutschen Dr. Alois Alzheimer benannt, der als Neurologe 1906 erste Symptome zusammengefasst und als Störung des Gehirns bezeichnet hat. Er fand nach dem Tod seiner Patientin vermehrt Eiweißablagerungen im Gehirn und legte mit seinen Beobachtungen die Grundlagen für die weitere Alzheimer-Forschung. Bei Alzheimer handelt es sich um die häufigste Art von Demenz – insgesamt gibt es über 50 Demenz-Erkrankungen. In Deutschland sollen mehr als 1,6 Millionen Menschen unter Demenz leiden. Man geht davon aus, dass es sich in den meisten Fällen um Alzheimer handelt. Jährlich werden etwa 300.000 neue Diagnosen zu Alzheimer gestellt. Doch um welche Krankheit handelt es sich hier überhaupt?

 

Bei Alzheimer handelt es sich um eine neurodegenerative Erkrankung. Bei der Ablagerungen Nerven “lahmlegen” und diese absterben lassen. Das Gehirn verändert sich dadurch in seiner Struktur und schrumpft bis zum Endstadium oft um etwa 20 Prozent. Unter anderem der Gehirnbereich, der für Erinnerungen zuständig ist, wird dabei schwer geschädigt. Die Krankheit lässt sich nicht stoppen oder heilen.

 

Die Erkrankung lässt unter anderem auch das Immunsystem schwächer werden und verschlechtert den allgemeinen Gesundheitszustand schleichend. Betroffene sterben meist an Folgen einer Lungenentzündung oder anderen Krankheiten.

 

  • Das Frühstadium

Im Frühstadium von Alzheimer sind meist Denken und Vorplanung, aber auch das Lernen und Gedächtnis betroffen. Das Kurzzeitgedächtnis weist Lücken auf, Betroffene wirken vergesslich und verlegen Vieles. Auch zu sprachlichen Problemen wie dem Vergessen von Wörtern kann es kommen.

 

  • Das mittlere Stadium

Im mittleren Stadium sind deutlich mehr Gehirnregionen betroffen, sodass sich die Erkrankung wesentlich intensiver bemerkbar macht und Betroffene im Alltag beeinträchtigt. Betroffene vergessen Namen, können aber auch den Bezug zu Angehörigen vergessen oder diese nicht mehr erkennen. Auch erste Persönlichkeitsveränderungen können sich zeigen.

 

  • Das fortgeschrittene Stadium

Das Gedächtnis scheint nun keine Informationen mehr speichern zu können. Auch erleben Betroffene nun den Verlust der Kontrolle über physische Funktionen: Das Essen und Gehen kann etwa beeinträchtigt werden, aber auch der Gang zur Toilette.

Welche Ursachen liegen Alzheimer zugrunde?

Wie Alzheimer entsteht oder begünstigt wird, konnte die Forschung bisher noch nicht genau aufklären. Dafür weiß man: Es sind zwei Eiweißablagerungen – sogenannte Plaques – dafür verantwortlich, dass Informationen der belegten Nervenzellen nicht übertragen werden können. Mit der Zeit sterben diese “unbenutzten” Zellen ab. Obwohl nicht selten die Genetik dafür verantwortlich gemacht wird, scheint Alzheimer nicht erblich zu sein. Denn: In 99 Prozent der Fälle scheint die Krankheitsform altersbedingt zu sein. Auch vermutet man, dass Entzündungen im Gehirn und Ablagerungen die Erkrankung begünstigen oder hervorrufen können.

 

Betreuung und Therapien

Obwohl die neurodegenerative Erkrankung nicht heilbar ist, gibt es einige Möglichkeiten, sie einzudämmen und das Fortschreiten zu verlangsamen. Geht es um Medikamente, verwendet man für Betroffene meist Memantine oder Cholinesterase-Hemmer, die sich auf die Neurotransmitter auswirken sollen. Neuroleptika und Antidepressiva sollen ebenfalls zu einer Verzögerung des Fortschreitens verhelfen, allerdings ist mit all den Präparaten auch mit einer Menge Nebenwirkungen zu rechnen. Daher suchen insbesondere Angehörige nach natürlicheren Hilfsmitteln, die verträglicher sind.

 

Damit die kognitiven Funktionen und das Erinnerungsvermögen bestmöglich beibehalten werden können, wird begleitend auch mit kognitivem Training und Erinnerungsübungen vorgesorgt. Auch Verhaltens- und Ergotherapien können für Betroffene eine Hilfe sein. Wichtig ist hinzu, dass Angehörige der Betroffenen betreut werden, um mit den Persönlichkeitsveränderungen und aggressiven Verhaltensweisen optimal umgehen zu können.

 

Vor- und Nachteile des Hanfwirkstoffs Cannabidiol

 

  • Cannabidiol werden schmerzlindernde Eigenschaften zugeschrieben
  • CBD wirkt entzündungshemmend
  • CBD soll nervenschützende Eigenschaften mitbringen
  • Der Hanfwirkstoff ist gut verträglich
  • Es handelt sich um einen nicht-psychoaktiven Wirkstoff
  • CBD kann beruhigen und entspannen
  • Die Substanz soll bei Schlafbeschwerden behilflich sein
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Der einzige Nachteil von CBD Produkten ist, dass diese von Alzheimer Betroffenen selbst nicht sehr gut angewendet werden können. So fällt es nicht nur schwer, sich an die Einnahme zu erinnern, sondern auch, die Tropfen zu dosieren. Hier müssen Angehörige entsprechend unter die Arme greifen.

 

So kann CBD bei Alzheimer helfen

CBD wird eine entzündungshemmende Eigenschaft zugeschrieben – eine spanische Untersuchung hat dies bereits mehr als verdeutlicht. Daher vermutet man unter anderem, dass der Hanfwirkstoff Alzheimer-begünstigende Faktoren zumindest reduzieren und Schädigungen der Nerven vermeiden könnte. In einer australischen Untersuchung hat sich bemerkbar gemacht, dass sowohl im Falle von Parkinson, als auch Alzheimer im Tiermodell CBD und THC nervenschützende Eigenschaften vorweisen konnten. Das wiederum lässt darauf hoffen, dass Cannabidiol das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen kann – und die Lebensqualität dabei verbessert.

 

Eine mexikanische Universität hat weiterhin festgestellt, dass CBD an viele verschiedene Rezeptoren im zentralen Nervensystem dockt und diese aktiviert, sodass die neuronale Kommunikation davon profitieren könnte. Diese Annahmen werden von einer chinesischen Abhandlung unterstützt, die zeigt, dass Cannabidiol kognitive Fähigkeiten einer Maus mit Alzheimer verbessern konnte. Es deutet alles darauf hin, dass CBD die Erkrankung zumindest verlangsamen und deren Symptome währenddessen ein wenig mildern könnte – genau aus diesen vielversprechenden Gründen fördern einige Experten derzeit auch die Forschung rund um CBD bei Alzheimer. Es bleibt abzuwarten, wann genaue Ergebnisse zu der Einführung von CBD Medikamenten für Betroffene führen können.

Ist mit Nebenwirkungen zu rechnen?

Cannabidiol zeichnet sich  –  richtig eingenommen – nicht durch Nebenwirkungen oder störende Begleiterscheinungen aus. Einige CBD Öle mit vollem Spektrum an Hanfwirkstoffen, die nicht stark gefiltert wurden, können einen leichten Nachgeschmack oder auch ein Kratzen im Hals verursachen. Beides lässt sich jedoch durch ein Glas Wasser schnell wieder bereinigen. Ansonsten kommen Nebenwirkungen nur zustande, wenn gleichzeitig andere Medikamente wie Blutdrucksenker eingenommen werden oder man sich an eine zu hohe Dosis herangewagt. Diese kann für Übelkeit oder Benommenheit sorgen, aber auch mit der richtigen Dosis leicht vermieden werden.

Wie CBD bei Alzheimer anwenden? Alles zur Einnahme & Dosierung

CBD Öl Test SwissFX TestsiegerWer CBD gegen Alzheimer verwenden möchte, kann dies als Vorbeugung tun oder auch zur Linderung von Symptomen bei Alzheimer, sowie der Verlangsamung der Erkrankung. Das CBD Öl Kaufen kann hierzu sinnvoll sein, da Tropfen besonders ergiebig sind und deren Wirkung bis zu acht Stunden am Stück anhalten kann. Auch CBD Sprays als Alternative stehen zur Verfügung, da sie sich etwas leichter dosieren und anwenden lassen. Es empfiehlt sich, bei bereits aufgetretener Erkrankung eine mittelstarke CBD-Konzentration zum Starten auszuwählen – das wären etwa zehn oder 15 Prozent. Drei Tropfen täglich reichen zu Beginn aus, um sich erst einmal an die Wirkungsweise zu gewöhnen und festzustellen, ob Nebenwirkungen auftreten. Denn: Die Wirkung zeigt sich bei jedem Anwender anders. Auch ist es von Bedeutung, unbedingt die Herstellerangaben zu beachten und sich vorab mit dem behandelnden Arzt auszutauschen, um möglichen Nachteilen aus dem Weg zu gehen. Wer gute Erfahrungen mit CBD gemacht hat und beispielsweise eine Linderung der eigenen Symptome verspüren konnte, kann die Dosierung bei Bedarf auch erhöhen – aber möglichst langsam und schrittweise.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass CBD vor allem im Bereich neurodegenerativer Erkrankungen sehr vielversprechend erscheint. Auch bei Neurodiversität wie Autismus hat CBD bereits Vorteile gezeigt, sodass die Wirkung der Hanfsubstanz auf das zentrale Nervensystem positiv genug erscheint, um weitere Studien und Untersuchungen zu veranlassen. Zwar sind noch umfassendere, klinische Untersuchungen von Bedeutung – allerdings können Betroffene schon jetzt zur Symptomlinderung Cannabidiol ausprobieren. Während dies im Frühstadium noch selbst durchgeführt werden kann, sollten Angehörige im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung behilflich sein. Die Anwendung ist mit dem behandelnden Arzt vorab genau zu durchdenken – allerdings kann das Ausprobieren von Cannabidiol wegen der wenigen Nebenwirkungen nicht schaden.


FAQs: Häufig gestellte Fragen und unsere Antworten

Wie viele Menschen haben Alzheimer?

Etwa 47 Millionen Menschen weltweit haben Demenz, die meisten davon Alzheimer. Man geht davon aus, dass sich diese Anzahl bis 2050 mehr als verdoppeln wird. Bei Menschen mit mehr als 80 Jahren ist jeder Siebte von Alzheimer betroffen – bei über 90-Jährigen geht man von jedem Dritten aus.Die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken, ist also nicht allzu gering. In Deutschland sind übrigens auch mehr als 20.000 Menschen von Alzheimer betroffen, die ihre Diagnose bereits zwischen dem 45. Und 65. Lebensjahr bekommen haben.

Wie lange kann man mit Alzheimer leben?

Nach der Diagnose geht man von einer Lebenserwartung von sieben bis etwa 20 Jahren aus. Dies ist natürlich von dem Fortschritt der Erkrankung abhängig, sowie von den Therapien und vermutlich dem allgemeinen Gesundheitszustand. Es gibt nur wenige Menschen, die nach Beginn der Krankheit mehr als 20 Jahre weiter gelebt haben.

Ist Alzheimer heilbar?

Alzheimer ist nicht heilbar und kann auch in seinem Fortschreiten nicht gestoppt werden. Es handelt sich hierbei um eine schleichende Erkrankung, bei der immer mehr Nerven absterben. Allerdings ist es mit Hilfe von Medikamenten und diversen Therapien möglich, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Was sind die Warnzeichen für Alzheimer?

Nicht jede Vergesslichkeit oder Erinnerungslücke deutet direkt auf Alzheimer hin. Allerdings können gehäufte Symptome andeuten, dass das frühe Alzheimer Stadium begonnen hat. Dazu gehören: Veränderungen der Persönlichkeit, plötzlich abfallendes Urteilsvermögen, Erinnerungslücken, vermehrte Vergesslichkeit, Sprachstörungen und Verwirrtheit.

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